Archiv der Kategorie: Journalismus

medi: Hidden Promotion – Native Advertising

Audiokommentar – Kunden veräppeln ist aus meiner Sicht niemals eine gute Idee. „Neudeutsche“ Begriffe wie Hidden Promotion oder Native Advertising können aber in diese Kategorie fallen. Das Unternehmen medi aus Bayreuth hat sich offenbar daran versucht – und ist aufgeflogen.

Beitrag auf zeit.de

Presse-Grosso – Die Lösung aller Probleme!

Endlich kann die Zeitungsbranche einpacken. Und zwar alle Strategiepapiere. Alle Mindmaps mit Problemanalysen und neuen Gedanken. Alle Überlegungen zu Neuproduktenticklungen und modernen publizistischen Ansätzen. Endlich. Endlich. Endlich. Hat eh schon viel zu lang gedauert, der ganze Käse.

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Zum Innovation Report der New York Times

Ich habe das Dokument, welches letzte Woche in den sozialen Netzwerken auftauchte, mit großem Interesse gelesen. Vor allem natürlich, weil die renommierte New York Times immer als das Vorzeigeprojekt der Digitalisierung in der Verlagslandschaft genannt wird. Spannend ist, da gebe ich Holger Schmidt recht, dass auch die NYT mit jenen Problemen zu kämpfen hat, die auch den meisten anderen Verlagen ordentlich zu schaffen machen.

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Die Zukunft des Journalismus in den USA – und Europa?

In der Soziologie lernt man häufiger mal etwas, was sich mit „alles Gute kommt von oben“ übersetzen ließe. In Europa kann man beobachten, dass sich gesellschaftliche Entwicklungen, zum Beispiel bezogen auf die Wohlfahrtssysteme eines Landes, zunächst in Skandinavien verändern und von dort aus immer weiter in den Süden wandern.  

In der News-Branche zumindest läuft das anders. In Europa können wir häufig schon einige Zeit vorher sehen, was der Branche blüht, wenn wir einfach über den großen Teich gen Westen blicken. Auch wenn manch einer diesbezüglich behaupten mag „Im Westen nichts Neues“, sind die Inhalte der jährlich erscheinende Journalismus-Studie des Pew Research Centers doch recht interessant. Und das nicht nur für die Zeitungsunternehmen dieser Welt.  

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Kommentar zur Titelgeschichte der Zeit N° 44, „Bespaßt und gequält“

Kommentar zur Titelgeschichte der Zeit N° 44, „Bespaßt und gequält“

Überaus spannend fand ich in der vergangenen Woche die Titelgeschichte der ZEIT. In dem Artikel „Bespaßt und gequält“ berichtete das Blatt in einer großen Story über heute recht „modern“ erscheinende Wege der Mitarbeitermotivation. Im Grunde ging es um die Frage, mit welchen Methoden man heute aus seinen Arbeitnehmern noch mehr Leistung herausholt und sie dazu bringt, die Unternehmensziele als ihre eigenen anzuerkennen und diese mit Feuereifer zu verfolgen.

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Verleger 2.0? – Teil I

Die Realität ist häufig in vielerlei Hinsicht eine Spielverderberin. Deshalb ist es manchmal heilsam und schön, die Realität einfach zu verdrängen, um seinen Ideen freien Lauf zu lassen. Wer will schon etwas von den komplexen Mechanismen wirtschaftlicher Zusammenhänge, dem sozialen Gefüge mit festem Sozialisierungsmuster, den Blockierern in einem Change-Prozess und den Spezifikas der Kundendenke hören, wenn man sich einfach nur überlegen möchte, was man tun würde, wenn man in der Zukunft eine Zeitung gründen wollte.

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Die Print-Zeitung wird vergehen ….

Die Print-Zeitung wird vergehen ….

Achja (was durchaus als Seufzer verstanden werden darf), berufsbedingt beschäftige ich mich ja eigentlich so gut wie jeden Tag mit diesem Thema: Dem Niedergang der gesruckten Zeitung. Letzlich ist aber eine Differenzierung durchaus erlaubt.

Die Print-Zeitung wird vergehen, das Buch bleibt bestehen.
Josef Joffe, Herausgeber, DIE ZEIT, Nr. 06/2012

Das hat Josef Joffe gesagt. Josef Joffe ist Herausgeber der ZEIT, die erfolgreichste Zeitung Deutschlands. Sprich: Wachsende Auflage. Jetzt gehört Josef Joffe damit ja eigentlich zu einer Gruppe von Menschen, denen es eigentlich garnicht recht sein kann, dass ihr erfolgreiches Produkt im Nordischen Format und einer begeisterten Kundengruppe, zu der auch ich mich zähle, niedergeht. Und freilich – Joffe findet auch garnicht, dass das so sein wird. Abgesehen vielleicht vom Nordischen Format.

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